Zitat des Monats September 2008
„Kommt der Aufschwung zum Erliegen?“

Die Meldungen in den Medien im Bezug auf den „Aufschwung“ sind zurzeit leider nur negativ. Die Krise in Amerika schlägt nun auch auf die Autoindustrie durch. Bei General Motors hat man am 01. August einen Quartalsverlust von 15,5 Milliarden Dollar bekannt gegeben, BMW warnte vor einem Ergebniseinbruch und aus Japan kamen schlechte Nachrichten von Nissan.

Die Energiekosten sind so hoch wie nie und eine Senkung ist nicht in Sicht.
Ich zitiere die HNA vom 05.08.08:
Die Konjunkturaussichten für die deutsche Wirtschaft trüben sich immer mehr ein. Die Erwartungen der Unternehmen seien „grottenschlecht“, meldete das ifo – Institut. Die zehn führenden Banken und Forschungsinstituten korrigieren laut „Handelsblatt“ die Wachstumserwartungen für 2009 deutlich nach unten. Diese Meldungen sind nur ein kleiner Auszug der Presse in den letzten Tagen.

Nun ist der Mittelstand wieder sehr gefordert. Wie wird man dieser negativen Stimmung gerecht und wie stellt man sich den Prognosen gegenüber?
Eine jährliche Produktionssteigerung und die damit verbundene Ergebniserhöhung über mehrere Jahre ist gerade aufgrund der hohen Energie- und Einstandskosten oft nur schwer oder überhaupt nicht zu erreichen. Abgeschlossene Verträge machen eine Preiserhöhung der Produkte eher nicht oder nur sehr schwer möglich.

Der Mittelstand muss innovativ bleiben und gerade jetzt den Mut haben, geplante Investitionen trotz der negativen Vorzeichen zu tätigen und umzusetzen. In der jetzigen Zeit ist dies sicher nicht einfach und aus politischer Sicht kann man im Moment keine klaren Zeichen erkennen, die den Mittelstand entlasten.

Hier sind die Parteien doch stark mit der „Pendlerpauschale“, den Diskussionen um den Atomausstieg bis 2019 und der Regierungsbildung in Hessen beschäftigt. Eine Steuersenkung oder der vom Mittelstand geforderte Bürokratieabbau sind zur Zeit nicht umzusetzen.
Somit ist der Mittelstand mal wieder auf sich gestellt. Ich wünsche dem Mittelstand einen festen Stand und wenig Gegenwind, damit der Aufschwung in diesem Jahr trotz der negativen Vorzeichen nicht zum erliegen kommt.


Wofram Klawe, G.Klawe GmbH

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